Krankheitsbild
Demenz oder das schleichende Vergessen
Demenz ist ein chronischer, fortschreitender Abbauprozess des Gehirns, bei dem es zu einem Verlust von Nervenzellen kommt.
Demenz ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen, die durch eine Veränderung des Gehirns zu einer bleibenden und fortschreitenden Veränderung geistiger und psychischer Leistungen führen.
Es werden hauptsächlich primäre und sekundäre Demenzformen unterschieden
Bei den sekundären Formen liegt die Ursache nicht im Gehirn, sondern in anderen Körperorganen. Die auftretenden Verwirrtheitszustände und Gedächtnisstörungen sind Ausdruck von Fehl- oder Mangelversorgungen des Gehirns.
Bei den primären Demenzen befindet sich die Ursache im Gehirn. Es handelt sich um hirnorganische Erkrankungen entweder vom degenerativen oder vaskulären Typ.
Die Demenz vom Alzheimertyp gilt als die häufigste Demenzform
Die Entstehung ist noch ungeklärt, der Beginn ist stets schleichend. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu zunehmender Schrumpfung des Gehirns und es entstehen so genannte Plaques (aus Eiweißfragmenten, Resten abgestorbener Hirnzellen und eingelagertem Aluminium).
Kernsymptom ist die Gedächtnisstörung
Therapie
Pharmakologie:
Spezifisch und / oder symptomatische Begleiterscheinungen.
Nicht-pharmakologische Ansätze:
Strukturierung des Tagesablaufes, Merkhilfen geben, soziale Kontakte und Aufklärung der Angehörigen.
Weiteres:
Validation/IVA, Milieutherapie, Dementia Care Mapping, Biografiearbeit, Ergotherapie, Musiktherapie, Physiotherapie, Tiergestützte Interventionen, Gartenterapie, Musiktherapie, u. a.
Ziel der Behandlung
Die Selbstständigkeit des Menschen gilt es lange zu erhalten und die Unabhängigkeit zu fördern. Die Pflege und Betreuung soll für den Betroffenen entlastend sein. In jedem Falle ist es ratsam, im Falle einer Demenzerkrankung einen Facharzt für Neurologie zu konsultieren.